Marokko

Ein Land mit vielen Gesichtern…

Marrakesch – eine lebendige Stadt, Pferde- und Eselgespanne reihen sich neben Autos, Mopeds und Radfahrern, Verkehrsregeln scheinen in Marrakesch nicht zu gelten. Enge Gassen durchziehen die Souks in der Medina, Handwerker, Tierhändler, Gewürz- und Lederverkäufer versuchen lautstark ihre Ware an den Mann zu bringen. Djemaa el-Fna – am Platz der Gaukler beginnt der richtige Rummel erst am Abend, exotische Speisen werden in unzähligen Garküchen zubereitet. Ein schwall von heißem Dampf zieht über den Platz und lässt sich von den Dachterrassen der umliegenden Cafés beobachten. Auszeit im Riad, das braucht man auf alle Fälle nach einem Tag in der Altstadt.

5 Tage Marrakesch

Tag 1 – Bahia Palast, Saaditengräber & Koranschule Medersa Ben Youssef 

Für den ersten Tag in der Altstadt von Marrakesch empfehle ich einen Guide zu buchen. Denn nicht nur alle Häuser haben die gleichen Farben, sondern auch die vielen Gassen und Winkel in der Altstadt sind zum Verlaufen hervorragend geeignet. Der Bahia Palast und die Saaditengräber befinden sich im Süden der Stadt, im Jüdischen Viertel (Mellah) und lassen sich auch problemlos alleine besichtigen. Wer aber gerne mehr Hintergrund Informationen zur Geschichte und Entstehung haben möchte bucht einen offiziellen Guide, entweder über das Riad oder direkt bei der Touristeninformation. Preis für eine Ganztägige private Führung ca. € 60-70 (pro Führung). Durch das Kashbah Viertel (Festungsviertel), welches maurisch geprägt ist, geht es weiter zur großen Koutoubia Moschee. Von hier aus sind es nur mehr wenige Meter bis zum Djemaa el-Fna, dem Platz der Gaukler. Schlangenbeschwörer und Händler reihen sich hier aneinander, nicht umsonst ist es wohl  der verrückteste Platz Nordafrikas. Von hier aus tauchen wir in die undurchschaubaren Souks der Stadt ein bis hin zur Koranschule Medersa Ben Youssef.

Tag 2 – In den Souks der Medina treiben lassen & Ausklang im Spa

Wer  bereits morgens um 9 oder 10 Uhr durch die Gassen der Souks streift, hat mehr Zeit und vor allem mehr Platz um die Vielfalt der Waren zu entdecken. In der ersten Gasse finden wir eine Vielzahl an Gewürzen und frischem Obst und Gemüse, doch einmal um die Ecke gebogen reihen sich kleine Läden von Handwerkern und Künstlern aneinander. Zwei Straßen weiter erwartet uns plötzlich ein starker Geruch, hier wird mitten in der Stadt Leder gegerbt nur wenige Schritte weiter kann man Esel, Hühner, Ziegen, Schildkröten und alles was krabbelt und lebt erwerben.  Wichtig: Man sollte immer auf der rechten Seite gehen denn auch Esel und Mopedfahrer sind in den schmalen Gassen unterwegs. Wer sich für etwas entschieden hat sollte, auf alle Fälle, handeln und nicht mehr als die Hälfte des zuerst genannten Preises bezahlen. Geduld und Gelassenheit machen sich hier auf alle Fälle bezahlt. Zu Mittag gönnen wir uns eine Auszeit im Café de France und beobachten von der Terrasse das bunte Treiben am Hauptplatz. Bei einem Minztee beschließen wir den Nachmittag im Spa unseres Riads zu verbringen und lassen uns für Sage und schreibe € 45,- pro Person für 2,5 Stunden verwöhnen: Hammam, Massage und Gesichtsbehandlung inklusive.

Tag 3: Anima –  die Rückkehr ins Paradies

Nach 2 Tagen brauchen wir bereits eine Auszeit vom Trubel und der Hitze der Stadt.  Gegen Mittag ging es dann mit dem Shuttlebus weiter zum Garten von André Heller dem Garten ANIMA. Für marokkanische Verhältnisse ist der Eintrittspreis mit € 12,50 pro Person ziemlich teuer, aber es lohnt sich. Wenige Touristen haben den Weg von ca. 40 Minuten mit dem Auto/Bus auf sich genommen und somit ist es ein wahrer Ort der Ruhe und Inspiration. Einfach im Garten sitzen und den Klängen der Natur lauschen. Vogelgezwitscher und das leise plätschern von Wasser machen den Moment der Ruhe perfekt.

Tag 4: Ouzoud Wasserfälle

Raus aus der Stadt und die Landschaft Zentral-Marokkos erleben. Auf der 3 stündigen Fahrt von Marrakesch zu den Ouzoud Wasserfällen, erlebt man den Wandel der Landschaft und der Bevölkerung. Es geht durch die Baraken der Stadt bis zu Palmerie, wo sich Villa an Villa reiht. Danach verändert sich das Landschaftsbild immer mehr: Grüne Felder und Wiesen, Plantagen mit Olivenbäume und Obstbäumen, Ziegen und Schafe die von den Hirten bewacht werden. Angekommen im Mittleren Atlas, geht man durch einen kleinen Ort bis zu den beeindruckenden Wasserfällen, zu Fuß kann man die Fälle von oben bis unten besichtigen. Aber Achtung es wird viel touristische Infrastruktur gebaut und so wird es wohl in Zukunft ein Spot der Menschenmassen sein. Schade denn das kühle Nass ist ein schönes Erlebnis nach der Hitze der Stadt.

Tag 5: Tagestrip zum Hohen Atlas

Schon von Marrakesch aus sieht man, in der Ferne, das noch von Schnee bedeckte Atlasgebirge. Früh morgens begeben wir uns auf den Weg ins Imlil Tal unserer Fahrer stoppt auf dem Weg am Berbermarkt der nur dienstags stattfindet. Hier kauft die Bevölkerung vom Land alles ein was unter der Woche gebraucht wird. Neben Obst, Gemüse, Tieren und Ramsch kann man hier auch den ansässigen Zahnarzt und Frisöre antreffen.
Nach diesem Erlebnis geht es weiter entlang der immer kurvig Straße bis auf eine Höhe von 1700 Meter. Wir sind dem höchste Berg Marokkos dem Jebel Toubkal (4167m) schon sehr nahe. Wir stoppen im Berberdorf Amed und wandern bis zum nächsten Dorf Ait Souka, von wo wir einen herrlichen Panoramablick auf den Jebel Toubkal erleben dürfen.

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