Madeira

Madeira!

Eine grüne Insel voller dichtem Urwald, tosender Wasserfälle, hügeliger Landschaft, schöner Aussicht, gutem Essen und portugiesischem Charme.

Schon die Landung war alles andere als das was ich erwartete. Sanft nahe zu ohne ein ruckeln landeten wir, auf einer der schwierigsten und gefährlichsten Landebahnen Europas. Wir entschieden uns trotz vieler Warnungen, vor enger und steiler Straßen ein Mietauto zu buchen, welches uns 1 Woche lang rund um die Insel fuhr.

Unterwegs mit dem Mietauto:
Hierzu muss ich sagen es stimmt die Straße sind wirklich eng und steil. Das Straßensystem ist gut ausgebaut und die Hauptstraße rund um die Insel ist perfekt in Schuss. Empfehlenswert ist es, sich vorab über mögliche Straßensperren zu informieren, damit es einem nicht wie uns geht und man vor versperrten Wegen steht. Langsames fahren ist auch empfehlenswert, denn hinter jeder Kurve könnte dich ein kleiner Felsen oder ein Häufchen Steine erwarten. #kurvenreich #tunnel #steinschlag

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Unser Flitzer – vorab gebucht im Reisebüro!

Warm aber Nass!
Insgesamt waren die 8 Tage die wir auf der Insel verbrachten recht warm, es hatte im Durchschnitt 20-25 Grad. Leider hat es 3 Tage geregnet, 1 Tag davon durchgehend, es gilt wenn eine Wolke über der Insel hängt, dann bleibt sie dort bis sie leer ist. An den Küstenregionen war es meistens trocken auch wenn es im Landesinneren geregnet hatte. Aber vor plötzlichem Platzregen ist man nirgends sicher.

Wandern bis zur Ostspitze von Madeira…
Wir starteten unsere Tour rund um die Insel im Osten und blieben für unsere erste Übernachtung in der Nähe von Canical, im  Hotel Quinta do Lorde. Am nächsten Tag fuhren wir am Morgen ganz an die Ostspitze der Insel und erwanderten Ponta Sao Lorenco. Bei leichtem Regen und vorerst schwachem Wind begaben wir uns auf den gut, beschriebenen Weg. Umso weiter wir kamen umso stärker wehte der Wind über die Felsen und Klippen und auch der Regen wurde wieder stärker. Der Boden war aufgeweicht und sehr, sehr schlammig und schmutzig. Wenn es viel geregnet hat ist die Tour auf keinen Fall empfehlenswert. Die Landschaft ist karg, aber meiner Meinung nach schön und bietet viele Aussichtspunkte, Felsformationen und Klippen. Im Vergleich zu den restlichen Wandertouren, kann man hier auch einmal die weiten des Meeres und den Blick über die Landschaft genießen. #Sao Lorenco #Wind

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Ponta da Sao Lorenco

Natur pur im Norden…
Nach unserem schmutzigen, windigen und nassen Erlebnis am Ponta Sao Lorenco fuhren wir durch Santana, bekannt durch die kleinen typischen Häuschen, die Osthälfte der Insel entlang bis nach Sao Vincente. Die Fahrt war spektakulär und vor allem aussichtsreich. Unzählige Miradouros, Aussichtspunkte, lagen auf unserer Strecke die entlang der Küste führte. Der Straßenrand ist mit üppiger grüner Vegetation bewachsen und teilweise fühlten wir uns wie im Dschungel. Sao Vicente ist ein kleiner verschlafener Ort, umgeben von hügeliger Landschaft, mit einigen Restaurants. Unsere Unterkunft, Casa da Piedade war einfach zauberhaft. Ein kleines Haus umgeben von einem wunderschönen Garten mit Pool. Von Sao Vicente aus kann man wunderbar Wanderungen unternehmen. Entweder man fährt mit dem Auto ins Landesinnere oder man bleibt an der Küste und wandert entlang der ehemaligen Küstenstraße.

Hochebene Paul da Serra & Baden in Porto Moniz!
Nach einigen regenreichen Tagen hatten wir nun endlich Sonne. Bei ungefähr 25 Grad fuhren wir zur Hochebene Paul da Serra. Schon die Fahrt entlang der Bergstraße war ein wunderschönes Erlebnis. Von hier aus starteten wir die wohl bekannteste Levadawanderung zu den 25 Quellen und dem Risco Wasserfall. Man sollte sich schon sehr früh auf den Weg machen, da der Weg ansonsten wirklich sehr überlaufen ist. Am Rückweg mussten wir immer wieder warten um an den engen Passagen, vorbei zu kommen, doch der Weg hat sich auf alle Fälle gelohnt. Am frühen Nachmittag erreichten wir Porto Moniz, da es noch immer sonnig war nutzten wir die Möglichkeit in den angelegten Naturbadebecken im Meer zu schwimmen. Wassertemperatur ca. 20 Grad Celsius. dsc_0306

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Westen & Süden
Die Straßen von Porto Moniz nach Ponta do Pargo haben mir am Besten gefallen, große alte Bäume und eine wunderschöne Pflanzenwelt findet man entlang der Strecke. Immer wieder gibt es Picknickplätze neben der Straße. Angekommen am Leuchtturm von Ponta do Pargo, erstreckte sich aus dem Meer ein Regenbogen. Hier waren wir nahe zu alleine ohne jegliche Touristen und konnten das Naturschauspiel genießen.
Vom Westen der Insel fuhren wir dann entlang der Küstenorte Paul do Mar und Jardim do Mar bis zur Praia da Calheta. Die Kombination aus Sonne, einem Strand und einer Beachbar luden uns zum bleiben ein.

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Funchal!
Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir nun in einem Hostel in Funchal. Wir besuchten die klassischen Touristen Attraktionen: Monte, den botanischen Garten und die Rua Santa Maria, mit seinen bunt bemalten Türen. Alles in allem ist die Hauptstadt ganz nett aber beheimatete natürlich auch die meisten Touristen. Das Partyleben hält sich in Grenzen, dafür gibt es aber zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, die wir zu unserer eigenen Verwunderung auch nutzten. Ganz spektakulär fand ich das ablegen der großen Kreuzfahrtschiffe, bei Sonnenuntergang vom Hafen.

Feuer auf Madeira 2016!
Im Sommer 2016 ist ein Teil der Insel bei einem Feuer abgebrannt die Spuren hat man auf alle Fälle, sowohl in der Hauptstadt als auch auf der Südseite von Paul da Serra gesehen. Doch aufgrund des warmen und feuchten Klimas glaube ich dass es schon nächstes Jahr wieder grüne Pflanzen an den schwarzen Hängen geben wird. Zudem gibt es noch ausreichend grüne Flächen und Natur um die Insel zu erleben.

Madeira – klassisch touristisch!
Schon bevor wir auf Reisen gingen wussten wir das Madeira ein klassisches und sehr touristisches Urlaubsziel ist. Es waren für Ende Oktober, Anfang November wirklich sehr viele Touristen unterwegs, vor allem älteres Publikum. Trotzdem ist Madeira landschaftlich sehr beeindruckend, ich empfehle einen Unterkunft außerhalb von Funchal dann hat man auch seine Ruhe.
P.S. tatsächlich konnte ich bei einer Wanderung, Walderdbeeren finden was für mich im November natürlich eine schöne Überraschung war.

Meine kulinarischen Highlights!
Kommen wir nun zu meiner Lieblingsbeschäftigung – ESSEN. Gut und günstig trifft auf alle Fälle zu. Fans von Meeresfrüchten, Fisch und exotischem Obst kommen in Madeira auf alle Fälle auf Ihre Kosten. Vom typischen Touristenmarkt in Funchal war ich nicht sehr begeistert, dafür hat mir das shoppen im klassischen Supermarkt umso mehr Freude bereitet. Vor allem die Auswahl an leckerem Käse und frischem Brot war beeindruckend. Ganz lecker fanden wir das Bolo do Caco, ein rundes Weißbrot mit Knoblauchbutter, dazu eine leckere Fischsuppe und als Hauptgang  gegrillte Sardinen oder darf es lieber Fisch mit Banane sein?

Alles in allem war es ein aufregende Reise, meistens bedingt durch meine Fahrkünste oder meine nicht ganz schwindelfreie Reisebegleiterin. Vor allem bekommt man für wenig Budget richtig tolle Unterkünfte, Mietautos und Essen. Nur der Flug war mit knapp € 300,- ab/bis Wien nicht ganz so billig – Fly Niki.

 

 

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